Nomen est Omen

8. April 2015

Wuff wuff,

Nomen est omen – das ist wohl lateinisch und kann scheinbar vielseitig interpretiert werden. „Der Name ist Programm“ wäre eine Deutung.
Warum heiße ich Otto?
Otto als Name
Nun laufe ich schon eine ganze Zeit hier durch die Gegend und habe noch keinen anderen Hund getroffen, der auch Otto heißt. Otto scheint also kein bekannter Hundename zu sein, sondern eher ein „Menschenname“.
Zwei Menschen wohnen zwei Häuser weiter von hier und hören zumindest auf den Namen, wenn man „Frau“ oder „Herr“ davor sagt. Das klingt schon lustig, wenn ich mit denen unterwegs bin und an meine Lauscher ein „Da kommen die Ottos mit dem Otto!“ dringt.
Aber auch viele Mülltonnen tragen meinen Namen, was mich nicht unbedingt mit Stolz erfüllt.
Wie das nun einmal so ist, hat man bei seiner eigenen Namenswahl keinerlei Mitspracherecht und meinen Züchter trifft quasi die Schuld. Dabei muss ich den Mann in Schutz nehmen, denn wer kann sich schon 12 Namen auf einmal ausdenken, wenn 12 kleine Welpen das Licht der Welt erblicken (nun ja, bei uns war es ein Kellerlicht).
Alma wurde ja noch umgetauft und ich habe schon vergessen, welchen Namen sie vorher hatte. Das erweckt irgendwie den Eindruck, als ob Namen nur Schall und Rauch wären.
Bei einer Familie, die eine Katze weiblichen Geschlechts „Uwe“ nennt, hätte ein Umtaufen meines Namens auch noch viel verheerendere Folgen haben können. Somit behalte ich lieber meinen menschlichen Namen Carl Otto. Bei einem Herrchen, der auf den Namen Mockel hört, kann man ja auch nicht viel erwarten, und da seine jüngste Tochter Carlotta heißt, war es für ihn mit dem Merken des Namens wohl am einfachsten.
Zu Bennys Leidwesen hatte Herrchen immerhin vereiteln können, dass ich für den Rest meines Lebens auf Namen wie Django oder Vortex hätte hören müssen.
Wenn mein Herrchen mich anderen Leuten vorstellt, haben die immer so ein Lächeln im Gesicht. Ich bin mir allerdings nicht so ganz klar, ob ich Ironie schon gut erkennen kann. Dafür kennt mich jeder sofort mit Namen.

Aika und Alma starten da in einer ganz anderen Klasse, weil man sich da keine Eselsbrücken bauen kann. Ihr wisst doch was das ist? Zum Beispiel ein „Name wie eine Mülltonne“ oder “ein Name, der vorwärts genau so geschrieben wird, wie rückwärts”.
Mit den beiden Hundedamen komme ich immer besser zurecht. Alma war jetzt bald eine Woche nicht da, weil sie eine OP hatte. Das muss wohl was Blödes („Irgend-so-eine Frauengeschichte“) gewesen sein. „Die hat es hinter sich“ habe ich irgendwo gehört, bin mir aber nicht ganz sicher, ob Alma oder Wilma gemeint war, die jetzt im Hundehimmel ist.
Alma hat jetzt aber ganz sicher einiges „vor sich“, denn ich habe mir gestern das neue „Zuhause“ auf dem Burgberg angesehen. Das ist noch so geheim, dass es kaum jemand weiß. Gestern wurde allerdings schon mit Sekt angestoßen und ich kann Alma nur gratulieren. Ob Maxi sich wohl auch Gedanken darüber gemacht hat, wie Almas Haufen wieder vom Burgberg verschwinden?
Spätestens wenn der erste Gast Almas Tretminen an der Sohle ins Aussichtsreich trägt, könnte das Thema Brisanz entwickeln.

Aber besser ein „Haufen-Problem“ als einen Haufen Probleme.
Oder: Lieber im Aussichtsreich, als aussichtsarm.

Es wufft Euer kleiner „Hunde-Philosoph“

Carl Otto

Carl Otto teilen?
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *