Archiv für den Monat: Juli 2015

HAFLINGER-Katalog mit Carl Otto

Carl Otto als Fotomodell für HAFLINGER

Wuff wuff,

ich habe ja nun einige Zeit nichts von mir hören lassen, was Herrchen & Co natürlich sofort mit lautstarken Protesten quittieren würden, wenn sie meine Zeilen hier lesen, denn meine Bellerei hat ein wenig zugenommen und somit lasse ich doch eher häufig von mir hören.
Kostprobe? Hört was passiert, wenn es an der Tür klingelt.

Begrüßungs-Beller von Carl Otto
Schreiben wir daher lieber, dass Ihr nichts mehr von mit lesen konntet.
Das klingt doch irgendwie gut, oder? Ich würde als Tonart auf C-(arl Otto) Moll tippen, während mein Schweif im harmonischen 3/4-Takt wedelt und die eigentlich freundliche Empfangs-Melodie rhythmisch begleitet.
Leider sind in meiner Familie meine Stimmproben nicht ganz so beliebt und meine regelmäßigen Stimmbildungsübungen werden mit lautem menschlichem Geschrei wie „Nein“ und „Ruhe“ begleitet.
Vorgestern musste ich einer Harzer ‚Jodel-Aufführung‘ lauschen und das war für meine feinen Hundeohren recht gewöhnungsbedürftig.
Wenn nicht unser Icaro beim Wettbewerb zum ‚besten Gast-Jodler‘ gewonnen hätte, wäre ich wohl längst nicht so ruhig geblieben (ich war aber auch gefesselt, aber nicht von der Musik, sondern mit meiner Leine an einem massiven Sonnenschirm).
Als ich aber dann irgendwann mein bekanntes Wuff wuff erklingen ließ, glaubte ich in den Gesichtern einiger Zuhörer ein freundliches Schmunzeln erkannt zu haben, weil sich wohl deren Ohren nach vertrauten Klängen sehnten.
Das hätte ich mir aber zwei Wochen vorher wohl nicht erlauben dürfen, denn da wurde Clueso in Goslar mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet und der konnte auch wirklich ausgezeichnet singen.
Clueso wird abgeschmatzt
Darf ich erwähnen, dass ich die beiden Fans recht gut kenne und ihm vielleicht auch das Gesicht geleckt hätte, wenn Herrchen mich nicht frühzeitig mit nach Hause genommen hätte. ( beim Jodeln sind wir bis zum Schluss geblieben, das lässt doch tief blicken, oder?)

Meine ‚Bloggerei‘ scheint im Kreise meiner Familie nur geduldet zu sein (Betonung auf geduldet!), sofern die Familienmitglieder nicht erkennbar genannt werden. (Die besten Geschichten schreibt aber meist das reale Leben…)
Nun aber zu meiner kürzlichen Karriere als Fotomodell. Eigentlich wollte man bei der Firma HAFLINGER ja nur mal das alte Cabriolet von Herrchen ausleihen, vielleicht, um die neuen Schuh-Modelle noch neuer aussehen zu lassen.
Der Fotograf fand mich aber genau so cool (oder cooler?) wie das Auto, so dass ich bei dem Foto-Shooting mitmachen durfte.
Wer sieht auf dem Foto am coolsten aus?
HAFLINGER-Katalog mit Carl Otto

Man hätte die Schuhe ja eigentlich auch nach mir benennen können, oder?
Was für Schuhe?
Das ist vielleicht manchmal das Problem, wenn sich zu viel coole Elemente auf einem Foto treffen.
Das ist bei dem Foto, das Herrchen von mir mal gemacht hat anders.
Carl Otto auf Lammfell-Tripp
Slogan: Ich mag HAFLINGER aus Lammfell weil sie so warm und weich wie mein Hundeplatz sind.

Ich habe aber noch ein anderes cooles Foto mit Herrchen gemacht.
Da müsste doch ganz klar sein, wer auf dem Foto cool rüber kommt, oder?
Träume verfolgen wie Seifenblasen
Während ich mich hier der Schwerkraft einen Moment lang für ein Foto entziehe, hat meine Schwester Alma schon einen weiteren Karriereschritt in Richtung Filmstar gemacht. Ein Fernsehteam ist im Aussichtsreich aufgetaucht, um Alma und das Drumherum ins rechte Licht zu rücken. Es würde mich doch sehr wundern, wenn das Aussichtsreich nicht zum ‚Himmlischen Hotel“ gekürt wird.
Ich werde Euch wohl noch davon berichten.

Bleibt mir gewogen.

Wuff wuff
Euer Carl Otto

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Carl Otto sitzt zuversichtlich

Dr. Ahoi und die richtigen Entscheidungen

Wuff wuff,

seit Hundegedenken geht Herrchen eigentlich jeden Donnerstag zum Tennis mit „Dr. Ahoi“.
Den nenne ich so, weil er über ein ähnlich leistungsfähiges Organ zur verbalen Kommunikation wie Maxi verfügt und alle Menschen lautstark mit ‚Ahoi‘ begrüßt oder verabschiedet. Diesen Gruß gibt es sowohl in der Seefahrt, als auch in Tschechien.
Dr. Ahoi mag mich gerne, und er ist übrigens auch ein Mitglied der „Nele-Hundehalter-Gesellschaft“.

Nele scheint ja leider immer noch Probleme mit anderen Hunden zu haben.
Das kann man übrigens von mir nun wirklich nicht behaupten, denn erst heute hat mich das Frauchen von einem Schäferhund lautstark gelobt: „Als ich gesehen habe, dass es Otto ist, habe ich meinen Hund sofort los gemacht“.
Als eine andere Dame zu Herrchen sagte, dass Otto so gut erzogen sei, wollte er gleich mit ihr in dieselbe Richtung gehen.
Beide Damen haben obendrein auch noch lobend erwähnt, wie schnell ich doch sei!
Was für ein schöner Tag!
Ich bin also wirklich auf einem guten Weg, ein beliebter Hund zu werden.

Dr. Ahoi ist in Goslar recht beliebt und als bunter Hund bekannt. Das liegt vielleicht an seinem Beruf als Arzt, der den Herzen der Menschen hilft. Dr. Ahoi ist aber auch im doppelten sinne ein ‚herzensguter Mensch.‘ Die Bezeichnung „bunter Hund“ mag aber auch von seiner Optik herrühren, da er eher weniger Sorgfalt für Kleidung aufwendet und uns Hunden da recht ähnlich ist. Deshalb mag ich ihn wohl auch so!
Da wären wir schon bei einem Thema, dem ich später gerne noch mal besondere Aufmerksamkeit schenken würde. „Mode“.

Heute geht es mir aber um „To do or not to do“, so hat mir das Aika zumindest auf Englisch beigebracht.
Herrchen sagt da immer: „Machen ist besser als Nichtmachen!“, aber zwischen Sagen und Tun oder Theorie und Praxis erkenne ich bei ihm doch eine gewisse Diskrepanz, so dass man die Absichtserklärung auch als „frommen Wunsch“ bezeichnen könnte.
Nun gibt es ja auch noch Unterschiede zwischen Dingen, die man machen muss, die man machen könnte und die man machen möchte. Da liegt das Problem bei Herrchen, dass er seinen Spruch immer nur auf die letzte Kategorie anwendet, die Pflichtübungen sträflich vernachlässigt und das Ganze mit einem Optimismus überlagert, dass es schon alles irgendwie klappen wird. Hier findet scheinbar einer der bedeutsamsten Stützpfeiler des ‚Kölschen Grundgesetzes‘ Anwendung: „Et hät noch emma jot gejange!“

Dr. Ahoi ist da umgekehrt. Der erfüllt sämtliche Pflichtaufgaben mit Hingabe und hält große Stücke auf menschliche Werte wie Zuverlässigkeit, Ehre und Ehrlichkeit.
Er ist aber manchmal auch ein komischer Kauz, der sich nicht so schrecklich viele Gedanken darüber macht, wie sein Verhalten auf andere Menschen wirkt. Wenn er es wüsste, würde er sich bestimmt anders verhalten.

Mein Herrchen kann in seinem Auto gratis telefonieren, und da bekommen meine feinen Hundeohren so einiges zu hören, wenn er mit der Freundin von Dr. Ahoi spricht.

Eigentlich möchte Dr. Ahoi mit ihr zu einen schönen Urlaub in die Mongolei fliegen. Sie möchte das auch. Als Außenstehender könnte man nun von einer klassischen ‚Win-Win-Situation‘ ausgehen, die der Schönheit und dem Reichtum des Lebens einen neuen Mosaikstein mit verbindenden Erinnerungen schenken könnte. Geteilte Freude ist doppelte Freude, geteiltes Leid ist halbes Leid.
Aber er zögert plötzlich!

Was spricht also für „not to do“?
Oh, jetzt komm ich wohl wieder von Hölzchen auf Stöckchen und habe mir doch eigentlich vorgenommen, nicht mehr jedem Stöckchen mit meinen Gedanken hinterherzulaufen, sondern mich auf die Äste, den Stamm und die Wurzeln eines Themas zu konzentrieren.
Was ist also die eigentliche Wurzel, ob wir etwas tun oder nicht tun?
Da wäre also zum einen der Grad der Notwendigkeit (welcher allerdings von Herrchen und Dr. Ahoi eher unterschiedlich interpretiert wird).
Dann wäre der nächste Punkt der Grad des Wollens.
Wenn man etwas wirklich will, warum macht man es nicht einfach?
Da kommt bei Euch Menschen die ‚Fraktion der Bedenkenträger‘, die ihren Erfolg meist darin sehen, den eigentlich Wollenden träger zu machen.
Natürlich sollte man sich fragen, wem man mit seinem Handeln schaden kann.
Aber was hat man selbst zu verlieren?
Stolz, Ehre, Ansehen oder Geld sind meist die Argumente der ‚gut-meinenden Ratgeber‘, die um Nachsicht bitten, wenn sie zur Vorsicht raten.
Gegenargument:
Wenn man etwas macht, hat man auf jeden Fall an Erfahrung gewonnen, und je unterschiedlicher der Erfahrungsschatz ist, desto reicher ist ein Leben.
So werte ich das als kleiner Hund zumindest, der noch arm an Erfahrung ist.

Was ist eigentlich Reichtum?

Wir Hunde habe ja kein Vermögen und leben buchstäblich von der Hand in den Mund oder der Pfote ins Maul.
Mein Futter kommt beispielsweise immer aus einer Blechdose. Von dort wird es in einen Plastikmessbecher abgefüllt, bevor es in meinem Fressnapf landet. Morgens wird auch mein Abendessen in den Messbecher gepackt, damit alle wissen, dass Carl Otto schon gefrühstückt hat. Wenn der Becher leer ist, bedeutet das für alle, dass ich mein Abendessen schon hatte. Das funktioniert aber nur, wenn sich Herrchen & Co an diese Regel halten. Das klappt natürlich nicht immer.
Ich könnte mir ja nun den ganzen Tag Sorgen machen, wenn nach dem Frühstück mein Messbecher leer wär. Bedeutet das womöglich eine nahende Hungersnot?
Werde ich jemals wieder etwas zu Fressen bekommen?
Ihr werdet sagen: so ein Quatsch, es ist genug da, und im Keller stehen vermutlich auch noch zwei Sack Hundefutter und vielleicht sogar eine Erdbeertorte. Das würde ich eine „optimistische Grundstimmung“ nennen, die auch ich bevorzuge.
Ein Pessimist würde sich vermutlich schon vor dem Frühstück Sorgen machen, ob Herrchen & Co das Abfüllen des Abendessens vergessen könnten.
Schwupps sind wir in der Situation, wo wir uns den ganzen Tag Kummer und Sorgen bereiten können.
Ich sage deshalb lieber: „Let’s do it, let’s have fun.“
Mit ganz viel Glück bekomme ich sogar zwei Mal Frühstück, weil ein leerer Becher dem Betrachter vermittelt: „Carl Otto hatte als letzte Mahlzeit ein Abendessen!“
Ihr seht, es ist eine Frage des Blickwinkels und der Beurteilung von Wahrscheinlichkeiten.

Wie aber ist das bei Dr. Ahoi?
Wenn sein Messbecher mal leer ist, dann gerät er sofort ins Grübeln, ob er seinen Lebensstil verändern müsse.
Ich kenne aber kaum einen Menschen, der so viele Futtersäcke sein Eigentum nennen kann. Natürlich sind das keine Futtersäcke, aber Eigentum, und den Messbecher könnte man durch Bargeld ersetzen. Ihr Menschen sprecht ja auch von Liquidität oder „flüssig sein“, wenn es darum geht, etwas mit Geld zu kaufen.
Dr. Ahoi hat so viele Futtersäcke, dass er selbst im Alter von 100 Jahren noch immer mehr als satt werden würde. (Ihr wisst schon, wie ich das meine.)
Aber im „Hier und Jetzt“ findet das Leben statt, und wenn man keine 100 Jahre alt wird, benötigt man die Futtersäcke erst recht nicht.
Das kann man natürlich auch ganz anders sehen. Fragt nur mal einen Bedenkenträger und keinen selbst ernannten Hunde-Philosophen.

Dr. Ahoi ist vermutlich selbst sein bester Bedenkenträger, aber vielleicht sollte ich es mal mit einem „Ahoi!“ statt einem „Wuff wuff“ versuchen, um ein wenig Aufmerksamkeit zu erlangen.

Ahoi

Euer Carl Otto

PS: Herrchen hat es ihm vorgelesen und mein Plan hat funktioniert, die Beiden fliegen!

da kommt einer runter

Carl Ottos Ausbildung zum Rettungshund

7. Juni 2015

Wuff wuff,

Die Krönung eines Hundelebens besteht wohl scheinbar darin, ein Blindenhund, ein Polizeihund oder ein Rettungshund zu werden, zumindest, wenn man Euch Menschen fragt.
Zumindest als Rettungshund habe ich die ersten Ausbildungsschritte jetzt gemacht. Als ich mit Herrchen gestern den zweiten Spaziergang machte, kam uns plötzlich mitten im Wald und unwegsamen Gelände ein Mann mit Helm entgegen.
Die Gleitschirmflieger tragen ja alle einen Helm auf dem Kopf, damit sie sich nicht gefährlich am Kopf verletzen, wenn sie mal unsanft landen sollten.
Das war auch Herrchens erster Verdacht, als der Mann sagte, er wäre gestürzt. Gestürzt und abgestürzt sind schon unterschiedliche Dinge, und siehe da, er war tatsächlich nicht mit einem Gleitschirm abgestürzt, sondern mit einem Quad gestürzt.
Das ist ein komisches Gerät mit vier Rädern und einem Motor, mit dem Menschen scheinbar gerne durch die Gegend fahren. Allerdings sollten Terrain, Fahrzeug und Fahrkünste in einem harmonischen und ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.
Außer dem Förster und der Polizei, die am Blauen Haufen beide als „Symbole des Leinenzwangs“ stehen beziehungsweise fahren, habe ich dort noch nie ein Fahrzeug mit Motor gesehen.
Nahezu reflexartig hat mich Herrchen dann auch an die Leine genommen, um dem Mann anschließend zu helfen. Er meinte zwar, er wolle vermeiden, dass dieser eher hilflose Mensch seinen Hund (also mich) überfahre, aber ich vermute, dass er meine Hilfsbereitschaft richtig eingeschätzt hat. Denn überall, wo sich was bewegt, knattert oder stinkt, möchte ich an vorderster Front mit dabei sein.
Die letzten Worte des Unbekannten waren: „Sie sind mein Retter!“, bevor er mit seinem seltsamen Vehikel den Blauen Haufen entlang donnerte.
Herrchen erlöste mich erst dann von der Leine, als die Frage nach Verfolgung oder Leckerli eindeutig mit letzterem beantwortet werden konnte.

Doch dann sahen wir plötzlich blaue Blinklichter am oberen Rand des Blauen Haufens.
Herrchen wurde neugierig, während ich lieber noch ein bisschen in alten Hundezeitungen geschmökert hätte. Aber an einer Leine kann eigentlich immer nur einer die Richtung angeben, sonst sprecht Ihr Menschen gerne von „Tauziehen“.
Was genau passiert war, werden wir wohl noch aus der Zeitung erfahren, aber ein Gleitschirmflieger hatte den Blauen Haufen scheinbar nicht erreicht und für die Landung provisorisch einen Baumwipfel gewählt. So kann man natürlich auch vermeiden, in einem braunen Haufen zu landen.

Während sich die ca. 30 potentiellen Retter noch mit Blaulicht und Martinshorn organisierten, habe ich mich mit Herrchen bereits auf den Weg gemacht, um den Wald bis zum Startplatz nach einem baumelnden Gleitschirmflieger abzusuchen. Herrchen hat ganz dabei schön geschwitzt, und ich fand das cool.
Gefunden haben wir allerdings nicht ihn, sondern schlussendlich nur die Männer von der Feuerwehr, die den Paraglider errettet (vom Baum gepflückt) hatten und bereits dabei waren, sich auf den Rückweg zu machen.
Rettungshund
Ihr seht, mein Leben als Hund ist bewegend und spannend, auch wenn ich mich nicht so schnell bewegen kann wie Alma.
Trotzdem möchte ich mich nächstes Wochenende mit Herrchen in Richtung Köln und Bonn aufmachen, um meinen Horizont zusammen mit Julia aus Brasilien zu erweitern.
Herrchen plant ein paar verrückte Sachen, damit wir unseren Spaß haben.
Da darf man doch irgendwie gespannt sein, wo wir da landen!?
Nein Herrchen, ein kleiner Hund sollte nicht so viele Treppen steigen und muss nicht zwingend auf dem Kölner Dom gewesen sein! Das könnt Ihr alleine machen!
Das mit dem Wasserski und Schwimmen dagegen finde ich allerdings höchst interessant.
Mal sehen, was die Woche so bringt, denn seit einer Stunde sind Herrchen und ich Strohwitwer.
Frauchen hat uns gegen 60 Schüler einer 8. Klasse eingetauscht, was nicht nur nach Ruhe und Erholung klingt. Nun sind gleich alle Kinder in der Schule und nur Benny lauscht noch an seinem Kopfkissen und träumt vom Studium.
Los Herrchen, nun ist Bewegung angesagt.
Auf geht’s zur großen Runde.
Oh halt, Frau K., unsere Haushaltshilfe, hat soeben geklingelt und braucht bestimmt meine Hilfe.
Herrchen, geh doch mal arbeiten.

Wuff wuff

Euer Carl Otto

Sitz

Klack klack bei Hundeerziehung

8. Juni 2015

Wuff wuff,
klack klack,

was soll denn das?
Ist Carl Otto denn heute völlig beklackert?
Nein, oder vielleicht doch; denn ich finde es schon recht eigenartig, welche Methoden Menschen anwenden, um Hunde zu erziehen. Clickern zähle ich dazu.
Erziehung kann ja im Grunde auf zwei Wegen zum Erfolg führen: Belohnung oder Strafe, um das gewünschte Verhalten zu erzielen.
Dazwischen gibt es noch zahlreiche Kombinationen, und allen Erziehungsmethoden liegt scheinbar zugrunde, dass jeder Anwender darauf schwört, die beste Methode zu haben, und bei mangelndem Erfolg irgendetwas nicht mit dem Hund stimmen muss.
Herrchen hat inzwischen erkannt, dass die jeweilige Situation einen großen Erfolgs-Einfluss hat. Sein Wollen und mein Wollen müssen einigermaßen im Gleichklang sein, um gemeinsame „Erziehungserfolge“ feiern zu können.
Manchmal kommt es dann zum Showdown, wenn ich ihm zu Verstehen geben möchte, dass sein Kommando sich nicht mit meinen Wunschvorstellungen deckt, sondern nur eine ’sinnlose Machtdemonstration‘ ist.
Ich nenne das „Hundepoker“.
Das geht so!
Man muss als Hund so tun, als ob man gar nichts mit der Sache zu tun hätte. Ja, dass man überhaupt nicht versteht, worum es geht, weil man viel wichtigere Dinge im Kopf hat. Die Entleerung von Darm und Blase sind solche Vorgänge, wo sich Mensch und Tier einem gemeinsamen Ziel verbunden fühlen. Das ist vielleicht etwas zu doppeldeutig ausgedrückt. Wenn also der Hund draußen sein Tagesgeschäft erledigt hat, kann sich der Mensch im Anschluss wieder seinen Tagesgeschäften zuwenden und beide haben ihr Ziel erreicht. Trotzdem sollte es aber auch Spaß machen, gemeinsam draußen zu sein.
Beim Hundepoker lässt man sich als Hund vom Menschen nicht einfach in die Karten schauen, sondern versucht ihn mit seinem „sinnlosen Kommando“ erst mal hilflos stehen zu lassen und setzt dabei sein Pokerface auf.
Ob er wohl gleich den Papagei macht und sein Kommando wiederholt?
Doch Herrchen ist ein ziemlich ‚ausgebuffter Hund‘ und guckt nur recht ernst.
Der wird doch nicht unsere große Runde direkt am Anfang abbrechen?
Leckerlies hat er keine dabei, das checke ich direkt am Anfang unserer Tour.
Da ist auch die Leine in seiner Hand.
Will er mich gleich anleinen und nach Hause zerren?
Was mach ich nur?
Calming Signals!
Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen und eine gewisse Geschäftigkeit an den Tag legen. Intensives Schnüffeln, aufmerksame Blicke in die Gegend (aber bloß nicht zu Herrchen), schnell mal symbolisch das Bein heben, um eine Blasenentleerung vorzutäuschen.
Nun sind schon über zwei Minuten nach dem Kommando „Hier“ verstrichen und Herrchen verharrt immer noch vorbildlich in der Pose, die man laut Lehrbuch bei dem Kommando einnehmen sollte. Solche Zweikämpfe bedrücken mich irgendwie, denn jeder von uns beiden läuft Gefahr, sein Gesicht zu verlieren, und dieser Druck geht irgendwie auf den Darm. Eine tiefe Hocke mit krummen Rücken lässt Herrchens harte Gesichtszüge etwas erweichen, und nachdem ich noch einige kunstvolle Schlenker in alle Himmelsrichtungen gemacht habe, nehme ich die gewünschte „Hier-Position“ vor Herrchen ein.
4 Minuten und 37 Sekunden. Ich werte das als einen Erfolg meiner Renitenz.
Herrchen lobt mich überschwänglich und fühlt sich als Sieger beim Hundepoker, dabei war es höchstens ein Unentschieden!
Quietsche-Spielzeug

Herrchen ist eigentlich ein Hunde-Erzieher, der gerne mit Lob arbeitet, aber gestern, als ich bei der Suche nach dem Gleitschirmflieger immer fester an der Leine zog, zog es plötzlich recht schmerzhaft an meinem Hinterteil, zusammen mit dem Kommando „Zieh nicht!“.
Das saß irgendwie, und ich konnte mir plötzlich recht gut merken, dass es nicht gut ist, an der Leine zu ziehen. Danach hat mich Herrchen die ganze Zeit in höchsten Tönen gelobt, wie toll ich das könne. So viel Lob hat mich auch recht stolz gemacht.
Herrn Pawlow und das „Sabber-Glöckchen“ kennt Ihr ja bestimmt schon, wo den armen Hunden mit einem Glöckchen das Fressen vorgegaukelt wurde.
Die modernen Hundeerzieher haben nun den „Klacker“ erfunden, quasi als „Pawlowschen Blitz-Lober“ oder Loberersatz.
Benny hat so ein Teil schon direkt nach meiner Ankunft in der Familie gekauft, aber zum Glück schläft der bekanntlich recht lange und ist zudem recht unordentlich, so dass sein Klacker hier eher unbemerkt und wenig genutzt herum liegt.

Anders sind die „Klacker-Menschen“ am Blauen Haufen, die alles geordnet „am Mann beziehungsweise an der Frau“ haben, was die moderne Hundeerziehung auf den Markt bringt. Dabei handelt es sich nicht selten auch um „Helikopter-Frauchen“, die ihre Hunde ständig umkreisen und alles für ihren Liebling tun. Die erkennt man meist an besonderen Leinen und einer großen Gürteltasche, in der alle Utensilien der modernen Hundeerziehung untergebracht sind.
Ich kann gar nicht genau sagen, was da alles drin ist, und Herrchen hat sich auch abgewöhnt, neugierig zu fragen, weil er dann zugetextet wird, über die neuesten Hundefortbildungs-Seminare im Allgemeinen und Hundeerziehung im Speziellen. Natürlich wird dann davon geschwärmt, wie sinnvoll doch so ein Klacker für die Hundeerziehung sei. Herrchens Einwand, dass, wenn alle klackern, die Hunde doch gar nicht mehr wüssten, wer gemeint sei, wollte sie in ihre pädagogischen Überlegungen jedoch nicht mit einfließen lassen, und das nächste Seminar sei ja auch schon gebucht.
Fairerweise muss ich zugeben, dass diese Frauchen auch Leckerlies dabei hatten, so dass ich das Geklackere gnädig überhören konnte.
Stellt Euch bitte mal vor, Herrchen hätte gestern beim Rückweg die ganze Zeit geklackert.
Da hätte ich wohl freiwillig wieder an der Leine gezogen.
Aber ich bin vielleicht zu kritisch, oder mit neun Monaten schon zu alt und unflexibel, mich auf neue Erkenntnisse der Hundeerziehung einzulassen.
Blauer Haufen
Auf jeden Fall sind viele Menschen wohl bereit, für den vierbeinigen Liebling viel Geld auszugeben. Herrchen investiert in mich lieber Zeit und Geduld. Heute hat er mich am Blauen Haufen mit einer Kindergartengruppe zusammen gebracht. Das fand ich recht spannend. Wer wollte, durfte mich streicheln, und mein Name war schnell in aller (Kinder-)Munde. Bei den Erzieherinnen habe ich auch kein Klackern gehört. Das sind ja wohl noch „Old School-Erzieherinnen“, die den Lernerfolg ihrer Schützlinge absichtlich behindern und das Erziehungsfenster durch sinnlose Aufenthalte im Freien ungenutzt im pädagogischen Durchzug hin und her klappern (nicht klackern) lassen. Immerhin wusste ein kleiner Junge, dass man sich nach dem Hundestreicheln immer die Hände waschen sollte und ließ die gesamte Lerngruppe an diesem Basiswissen teilhaben. Wenn ich jetzt einen Klacker gehabt hätte… so bekam er nur einen liebevollen Schlecker, damit er auch sein Gesicht in die allgemeine Körperhygiene nach Hundekontakt miteinbeziehen konnte.
Herrchen war bis auf den Hundekuss auch recht zufrieden mit mir und hätte nach neuesten hunde-pädagogischen Erkenntnissen rumklackern müssen. So blieb es beim Lob, denn Leckerlies hatte er ja nicht dabei.
Die Mutproben auf den Holzstößen haben mir aber auch ohne Geklackere Spaß gemacht.

Wenn sich Menschen so eine „Geräuschkonditionierung“ (so nenne ich das Geklackere) für uns Hunde ausdenken, dann könnt Ihr gewiss sein, dass man das bei Euch auch macht. Schließt mal bei der Fernsehwerbung die Augen, dann gehen Euch selbige wohl auf, zumindest, wenn Ihr die Ohren spitzt.
Vielleicht macht es jetzt in Eurem Kopf „Klicke-di-Klack“, oder wie klackert es in Eurem Kopf, wenn Ihr nachdenkt!?

Wuff wuff

Euer Carl Otto

Paraglider am blauen Haufen

Kontakt mit Schwimmern und Fliegern

8. Juni 2015

Wuff wuff,

gestern war ein herrlicher Tag, und hier ging es mit einem unendlich erscheinenden Frühstück los, da aus allen Ecken und Löchern des Hauses immer wieder neue Menschen kamen.
Aber das solltet Ihr ja mittlerweile schon kennen und ist nicht weiter berichtenswert.
Nach diesem „ewigen Frühstück“ bin ich mit Herrchen zum Blauen Haufen gegangen, und diesmal war es irgendwie anders. Der Himmel war voller bunter Farben, die sich hin und her bewegten, und ich bildete mir ein, dass dort Menschen an großen, bunten Schirmen durch luftige Höhen flogen. Herrchen nannte diese Menschen „Paraglider“ oder „Gleitschirmflieger“, die unseren Blauen Haufen heute als Landeplatz nutzen wollten.
Paraglider am blauen Haufen
„Ob die wohl wissen, wo unsere frischen Haufen liegen“, ging es mir durch den Kopf, aber in Anbetracht der herrlichen Flugbedingungen war dies für die Menschen in schwindelerregender Höhe sicherlich nur ein Randthema.
Genau wie mich diese Menschen am oder im Himmel nur am Rande interessierten. Doch während ich gerade eine Hundezeitung von gestern inspizierte, kam mir plötzlich ein solcher Gleitschirmflieger recht nahe, so dass ich erstmals lebhaftes Interesse an dieser Fortbewegungsart entwickelte und mich schnurstracks Richtung Landeplatz aufmachte.

da kommt einer runter

Ich habe ihn natürlich direkt am Landepunkt in Empfang genommen, so dass er zunächst mal mit mir als ersten Höhepunkt seiner etwas zu tief angesetzten Landung auskommen musste.

Paraglider-Empfangskomitee

Herrchen fragte dann auch, ob es denn nicht günstiger sei, weiter oben zu landen?
Die Antwort, dass er sich bei einer Landung in unserer Nähe wohler gefühlt habe, kann man wohl eher als Ausrede interpretieren. Erst recht, da sie von dem Mann gekommen wäre, der später deutlich weiter oben in einem Baum landete.

Kaum waren wir wieder bei uns am Haus, konnte ich Alma bereits riechen und hören.
Was für eine Freude das immer ist! Alma war noch etwas nass von ihrer „Seepferdchen-Schwimmprüfung“. Aber Ihr hättet Maxi sehen sollen, denn der war zur Abnahme der Schwimmprüfung mit ins Wasser gegangen. Sein Arm und seine Schultern sahen etwas tätowiert aus. Durchaus kunstvoll, aber sicherlich auch schmerzhaft. Ich würde es als „kunstvolles Krallen-Streifen-Design“ bezeichnen.
Möge es ohne Narben verheilen, denn es gibt schönere Andenken an die erste Schwimmprüfung des eigenen Hundes.
Nun möchte ich bald mit Alma zusammen an einen See gehen, um herauszufinden, ob sie im Wasser genau so schnell wie an Land ist. Ich bin wohl eher der Schwimmer und Schwerathlet, während sie eine „begnadete Ballspielerin und Läuferin“ ist.
Doch das Schwimmen bei Hunden ist vielleicht mehr wie ein Laufen im Wasser, so dass meine Aussichten, ein besserer Schwimmer zu sein, nicht unbedingt begründet erscheinen mögen.
Hier übrigens ein paar Bilder von meinen Schwimm- und Taucherfahrungen.
Carl Otto taucht
Ein Hund der taucht, taucht nichts?
Ich kann auch schwimmen!
Otto lernt schwimmen
Es kann aber auch sein, dass Kraft und Technik den Erfolg beim Schwimmen bestimmen. Hat da jemand laut „Fett schwimmt oben!“ gedacht?! Schämt Euch, denn meine figürlichen Irritationen durch Nahrungsergänzungsmittel (man denke an die Konfirmations-Torte) sind schon längst wieder abgebaut.
„In der Ruhe liegt die Kraft!“ Das sind gegenüber Alma meine objektiven und subjektiven Stärken; und schon macht Carl Otto wieder den ersten Fehler in Richtung Unglück und Neid, indem er sich so gerne vergleicht.
Also genießen wir lieber den schönen Tag.

Wuff wuff

Euer Carl Otto

PS: ich muss Herrchen noch mal fragen, was das Schild mitten im Wald für eine Bedeutung hat?!
blödes Schild

Relaxed

Carl Otto, was bist Du groß geworden…

7. Juni 2015

Wuff wuff,

„Oh, was bist du groß geworden!“
diesen Satz kennt Ihr wahrscheinlich aus Eurer eigenen Kindheit, und vielleicht wart Ihr ja auch ein wenig genervt, wenn Ihr es immer wieder gehört habt.
Doch wenn ich mir heute diese Bilder ansehe, stimmt es ja schon irgendwie.
kleiner Carl Otto

Man kann sich ja Mühe geben, dass es nicht so ganz offensichtlich ist,
im Welpenkörbchen

oder man bekennt sich offen dazu …

Relaxed

…und bleibt schön locker!

Somit möchte ich hier keine großen Worte machen und wünsche einen guten Start in die Woche.

Wuff wuff

Euer Carl Otto

Der 7. Sinn?

Haben Hunde übersinnliche Wahrnehmung?
5. Juni 2015
Wuff wuff,

wir Hunde haben es eigentlich recht gut, denn wir leben in den Tag hinein und im „Hier und Jetzt“.
Heute ist ein wundervoller, warmer Tag, die Vöglein zwitschern, es summt und brummt und Pflanzen und Blumen duften um die Wette.

Das alles nimmt ein Hund besonders intensiv wahr, und ich sitze auf der Gartenbank (Herrchen hat es erlaubt, sogar eher befohlen) und sinniere vor mich hin.

Banken-Fachmann
Dabei denke ich gerade darüber nach, worin sich Menschen und Hunde bei den Sinnen unterscheiden.
Eindeutig, wir hören deutlich besser als Ihr Menschen, unsere Nasen sind feiner und unsere Augen registrieren jede Veränderung im Sehfeld sensibler.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten oder auch nicht streiten, denn was Ihr uns vorsetzt, ist im wahrsten Sinne des Wortes „Hundefraß“, und meine bisherigen Ausflüge in die menschliche Koch-und Backkunst hatten bei meinen Geschmacksnerven durchaus großes Wohlwollen hervorgerufen.
Aber wir Hunde begehren keine Sachen, die uns nicht zustehen. (Es sei denn, es ergibt sich eine zwingende Situation, wo Lust und Neugier überwiegen und wir quasi vom angeborenen Jagd- und Beutetrieb überwältigt werden. Das mal nur am Rande als Entschuldigung für vergangene und zukünftige kulinarische Missetaten.)
Beim Geschmack könnten wir uns somit ganz diplomatisch auf ein Unentschieden einigen, denn ich kann durchaus nachvollziehen, dass Ihr Skrupel habt, bestimmte Dinge zu probieren, die wir mit Hingabe ins Maul nehmen und ohne zu zögern unseren Geschmackrezeptoren und Magensäften zuführen. Aber auch hier geht es um Betrachtungswinkel, denn auch bei den Menschen gibt es kulturelle und regionale Aspekte, die den Genuss von Nahrung recht unterschiedlich prägen und beeinflussen. Zwischen Genuss und Ekel entscheidet nicht zuletzt das Umfeld und die Herkunft der Menschen.

Wenn wir also über Sinne nachdenken, bleibt noch das Fühlen. Da haben wir Hunde im doppelten Sinne meist ein dickes Fell!
Wir können was ab, sind nicht so dünnhäutig wie Ihr Menschen und schon gar nicht nachtragend. Nachtragend sind wir eigentlich nur, wenn wir Euch blöde Stöckchen hinterher tragen, von denen wir annehmen, dass Ihr dafür noch Verwendung habt.
Wir sind aber durchaus sensibler und feinfühliger für die Gefühle anderer Lebewesen, und das ist sicherlich ein wichtiger Punkt, den Ihr Menschen an uns schätzt. Allerdings nehmen wir das nicht über die Haut, sondern mit allen Sinnen wahr.

Eigentlich gibt es ja nur fünf Sinne, weshalb die Frage, ob Haustiere wie Hunde oder Katzen einen siebten Sinn haben, eigentlich recht doof ist.
(Es sei denn, man sieht „menschlichen Unsinn“ als sechsten Sinn an.)
Bleibt aber trotzdem die interessante Frage, ob Hunde Vorahnungen oder übersinnliche Kräfte haben?
Da kann man ja die tollsten Sachen lesen oder hören.
Ich habe das mal mit meinen Kumpels am Blauen Haufen besprochen, und wir kommen alle zu dem gleichen Ergebnis. Wir nutzen unsere anderen Sinne einfach effektiver, so dass Ihr glaubt, wir hätten übersinnliche Kräfte.
Wenn Ihr traurig oder wütend seid, Angst oder Stress habt, dann nehmen wir das über unsere feinen Nasen und Ohren war. Ihr atmet und riecht anders und Eure Stimme bekommt einen besonderen Klang. Worte sind für uns ja sowieso eher „Schall und Rauch“.
Wir verfügen allerdings auch über eine gute innere Uhr, so dass wir meist schon aus Erfahrung und genauer Beobachtung heraus ahnen, was Ihr gleich als Nächstes vorhabt.
Also nichts Übersinnliches, sondern ein über Sinne registriertes Verhalten mit der Spekulation, für das Erwartete bereit zu sein.
Konnte man verstehen, was ich darunter verstehe?
Etwas einfacher ausgedrückt: wenn ihr noch darüber nachdenkt, gleich mit uns Gassi zu gehen, stehen wir schon mit der Leine im Maul an der Haustür!
Verzeiht einem kleinen Hund und selbst ernannten Hunde-Philosophen den kleinen Ausflug in das Land der Sinne und gönnt Euch selbst mal eine Pause der Sinnlichkeit und Besinnung.

Ein blinder Mensch hört nicht besser und kann mit seinen Händen nicht besser fühlen als ein Mensch mit guten Augen. Er lernt jedoch, die ihm verfügbaren Sinne besser zu nutzen.
Darauf kommt es wohl an, und man muss wohl nicht extra erblinden, um das zu lernen. Besinnlichkeit wäre doch ein schönes Wort dafür, aber Ihr nennt es wohl lieber Achtsamkeit.
Das gilt wohl auch für Beziehungen zwischen Menschen.
Wir Hunde können so manch einen ‚Beziehungssturm‘ schon da nahen sehen, wo die direkt Beteiligten noch Sonnenschein und leichte Wettertrübungen vermuten.
Da könntet Ihr Menschen von uns vielleicht doch noch das eine oder andere lernen.
Aber dann müsste es, statt Hundeschulen, Menschenschulen geben, wo in der Spielgruppe Menschen verschiedener „Rassen“ gemeinsame Sozialisation und Zivilisation lernen müssen.
Gibt es denn eigentlich etwas, was wir Hunde von Euch lernen können oder sollten?
Klar, „Gehorsam“ werdet Ihr jetzt sagen, und dafür gibt es die Hundeschulen. Aber eigentlich ist das keine echte Partnerschaft zwischen gleichberechtigten Partnern, oder?
Bei den Sinnen zumindest, ist es wohl eher sinnlos, das Wort Gleichberechtigung zu verwenden.
Aber wir helfen Euch gerne mit unseren Fähigkeiten.
Nun genieße ich den Tag mit all meinen Sinnen und wünsche Euch das Gleiche.

Eine sinnvolle Zeit wünscht mit einem

Wuff wuff

Euer Carl Otto

Abkühlung

Sportliche Bewegung und Statistik

29. Mai 2015

Wuff wuff,

bei unserer gestrigen ‚großen Runde‘ habe ich mal meine mathematische Begabung aktiviert, wobei ich mir noch nicht so ganz sicher bin, ob ich die wirklich besitze.
Ihr Menschen sprecht in dem Zusammenhang auch von „Milchmädchen-Rechnungen“ oder „getürkten Statistiken“ (eine bessere Bezeichnung wäre vermutlich „gegriechte“, oder?).
Eigentlich wollte ich nur mal eine Prognose aufstellen, wie viele Kilometer ein Hund in seinem Leben insgesamt zurücklegt.
Carl Otto sportlich

Es beginnt oft mit der Problematik jeder Prognose, dass es natürlich immer ein generelles Problem ist, wenn man aus der Vergangenheit (linear) eine Voraussage auf die Zukunft abgeben möchte.
Derart kritische Gedanken machen sich jedoch einige Menschen scheinbar nicht und kommen mit ihren Prognosen in die Zeitung oder ins Fernsehen.
Beliebt sind auch Verallgemeinerungen wie „alle Deutschen“, „alle Menschen“ oder „alle Labradore“.
Wenn ich aber nur überlege, wie das bei Alma und mir ist, also zwei Exemplaren der Rasse Labrador, zudem von den gleichen Eltern, dann kommen mir schon Zweifel, ob es klug ist, eine Aussage über Labradore im Allgemeinen zu machen.
Aber von Statistiken verstehen kleine Hunde eigentlich nichts, und es geht daher mehr um meine Milchmädchen-Rechnung im Hinblick auf Bewegung.
Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich bisher eine durchschnittliche Laufstrecke von 7,5 Kilometern pro Tag gelaufen bin und mittlerweile eher die Tendenz zu 10 Kilometern habe.
Ein Statistiker würde nun sagen: ein Labrador wird im Durchschnitt 11 Jahre alt und wird somit in seinem Leben 365 x 11 x 7,5 Kilometer zurück legen.
So gut kann ich leider noch nicht rechnen, aber das könnte locker von hier bis nach Neuseeland reichen, mal vorausgesetzt, dass man als Hund auch auf dem Wasser laufen könnte.
Aber mir ist gestern klar geworden: Alma schafft es bestimmt deutlich weiter, also eher einmal um die ganze Erde!
Ich habe erkannt, wie anders meine Schwester (und beste Freundin) ist, obwohl wir ähnlich aussehen und prima miteinander spielen.
Alma ist so, wie man vor vielen Jahren mal eine Fernsehwerbung für gute Batterien gemacht hat.
Sie ist ein „Duracell-Hündchen“, immer voller Energie und Bewegungsdrang. Dazu hat sie lange Beine, einen schönen Kopf und ist immer gut drauf (also scheinbar irgendwie perfekt).
Das Frauchen von Alma hat gestern immerhin gelobt, dass ich seit der Konfirmation doch einen offensichtlichen, figürlichen Fortschritt gemacht habe. Da sie keine Brille trägt und gerne offen und ehrlich sagt, was sie denkt, muss es wohl stimmen.
Den Rechenfehler bei unserer Futterdosierung haben wir verschwiegen, ebenso wie die Bezeichnung der aktuellen Futterration mit ‚Alma-Diät‘.
Bei Alma wurde bei der Futterzufuhr aber scheinbar noch ein weiteres Mal optimiert, da man nun nur noch von einer ‚Handfütterung‘ spricht. Auf gut Deutsch: nur noch Nahrung gegen Wohlverhalten, da auch im „Hause Alma“ Gehorsamsprobleme auftraten.

Ich möchte diese Zeilen nicht dafür missbrauchen, diese Erziehungsmethode zu kommentieren, denn eigentlich steht ja die Bewegung im thematischen Vordergrund und keine Protest-Bewegung.
Mir geht es hier eher um meine Selbsterkenntnis, die mir heute bewusst geworden ist.
Ich bin ein „lahmer Otto“! (Zumindest, wenn Alma in der Nähe ist.)
Man muss im Leben auch mal den Mut haben, seine Stärken und Schwächen zu analysieren. Da kommen wir auch gleich zu einem wichtigen Knackpunkt.
Woran misst man die Stärken und Schwächen?
Grob vereinfacht könnte man sagen: an den eigenen Zielen und Ansprüchen!
Das ist die Wurzel von Glück und Unglück!
Wenn ich an mich den Anspruch stelle, genauso schnell wie Alma zu sein, dann habe ich mir schon „Dünger für unglückliche Gefühle“ besorgt.

Denn wenn Herrchen einen Ball, einen Stock oder sonst was werfen möchte, dann ist Alma jederzeit bereit, diesen Gegenstand in Windeseile zu verfolgen und dem Werfer zurückzubringen, um eine Wiederholung des Vorgangs zu unterstützen.
Teilweise rast sie schon los, ohne dass der Wurfgegenstand überhaupt in der Luft ist. In Windeseile hat sie Prognosen im Kopf, wo der Gegenstand landen könnte, und ihr Ziel besteht darin, möglichst kurz nach der Landung den Gegenstand im Maul zu haben.
Das alles passiert, während ich mir noch tiefere Gedanken mache oder bewundernd verharre, um die Schönheit des Moments zu realisieren und stillschweigend zu würdigen.
Ich bewundere die Ästhetik der Flugbahn, die der Werfer gewählt hat, die Dynamik der Bewegung, hinterfrage Motivationen, Gefühle und Gedanken, während Alma schon längst unterwegs ist, oder gar bereits den Gegenstand gemeinsam mit einem zufriedenen Lächeln im Maul zurückbringt.
Dann kommen allerdings einige Stärke von mir zum Tragen: Willensstärke, Strategie und Durchsetzungskraft!

Auf dem Weg zum Werfer nehme ich Alma den Gegenstand einfach ab!
Oder wir spielen: „Hol’s Dir doch“. Das lieben wir beide, und selbst wenn ich es Ihr nicht wegnehmen möchte, fordert sie mich dann dazu auf. Sie kennt wohl meine Schwächen und möchte mir helfen.
Gib her Alma

Ich glaube, dass ich eher ein ‚Dichter und Denker‘ bin, also eine Art ‚Intellektueller‘.
Ein minderbegabter Poet würde vermutlich reimen: ein Intellektueller ist niemals schneller!
Zumindest wäre das eine bessere Erklärung als die diskriminierenden Bezeichnungen ‚lahmer Otto‘ oder ‚dicker Otto‘, denn ich habe eigentlich einen „gut definierten Körperbau, in dem sich Kraft, Dynamik und Eleganz harmonisch und ästhetisch vereinen“.
Tschaka, kleiner Otto!
Das ist Poesie!
Herrchen hat übrigens bemerkt, dass ich mich teilweise bewege wie ein alter Löwe: huldvoll, erhaben und souverän!
Da haben wir es: Löwen sind doch die ‚Könige der Tiere‘!

Jetzt muss ich aber schnell noch ein wenig träumen und den Bauch in die Sonne halten, damit die letzten Fettpolster dahinschmelzen.
Fettpolster schmelzen lassen
Heute Nachmittag freue ich mich wieder auf eine dynamische Abkühlung mit Frauchen…
Abkühlung

…denn Herrchen verschwindet gleich auf ein Wochenende mit Kumpels zum Segeln auf der Ostsee.

Ahoi, bleibt mir treu!

Wuff wuff

Euer Carl Otto

et kütt wie et kütt

Et kütt wie et kütt – Kölsche Grundgesetze

29. Mai 2015

Wuff wuff,

Ihr Rheinländer versteht natürlich sofort, worum es geht, aber der Hochdeutsche muss schon mal eine Kölner Karnevalssitzung im Fernsehen gesehen und gehört haben, um die Kölschen Grundgesetze zu verstehen.
Maxi hatte heute den Paragraph 2 auf seiner Schürze, und ich habe genommen, was kam.
et kütt wie et kütt
Der springende Punkt ist, dass die Kölschen Grundgesetze prima zu uns Hunden passen,
ja, das Kölsche Grundgesetz könnte eigentlich auch für uns Hunde verfasst worden sein (und es ist und näher als die christlichen 10 Gebote).
Hier die Paragraphen mit Übersetzung und Erklärung (für den Rest der Nation)

§1
Et es wie et es
Es ist, wie es ist:
Sieh den Tatsachen ins Auge Es ist, wie es ist Sieh den Tatsachen ins Auge

§2
Et kütt, wie et kütt
Es kommt, wie es kommt: Habe keine Angst vor der Zukunft

§3
Et hätt noch immer jot jejange
Es ist noch immer gut gegangen:
Lerne aus der Vergangenheit

§4
Wat fott es, es fott

Was weg ist, ist weg:
Jammere den Dingen nicht nach

§5
Et bliev nix wie et wor

Nichts bleibt, wie es war:
Sei offen für Neuerungen

§6
Kenne mer nit, bruche mer net, fott domet

Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, weg damit:
Sei kritisch, wenn Neuerungen überhand nehmen Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, weg damit

§7
Wat wellste maache?

Was willst Du machen?:
Füge Dich Deinem Schicksal

§8
Mach et jot ävver nit ze off

Mach’s gut aber nicht zu oft:
Achte auf Deine Gesundheit

§9
Wat soll dä Quatsch?

Was soll der Quatsch?:
Stelle immer die Universalfrage

§10
Drinkste eine met?

Trinkst Du einen mit?:
Komme dem Gebot der Gastfreundschaft nach

§11
Do laachste Dich kapott

Da lachst Du Dich kaputt:
Bewahre Dir eine gesunde Einstellung zum Humor

Wir Hunde leben im Hier und Jetzt, wollen unseren Spaß. Wir jammern keinen verlorenen Chancen hinterher oder machen uns Sorgen um die Zukunft, sondern schreiten ihr, trotz vierer Beine, aufrichtig und positiv gestimmt entgegen.
Burn out? Kenne ma net, bruche ma nit, fott damet!
Leinenzwang? Wat soll dä Quatsch!?
Stöckchen suchen? Wat fot is is fot!

So gesehen sind die Kölner für viele von Euch eher untypische Menschen, oder gar „arme Hunde“.
Wer allerdings als Mensch immer wieder vergebenen Chancen nachtrauert und sich Sorgen um die Zukunft macht, ist eigentlich eher ein „armes Schwein“, weil er es nicht schafft, im Hier und Jetzt die schönen Momente zu erkennen und zu schätzen.
So sehe ich das zumindest mit meinem Hundeblick.
Nun genieße ich gerade den Augenblick und auch die schönen Momente der Vergangenheit.
Ja, wir Hunde sind Tagträumer und haben eigentlich auch nie Angst, dass uns die Decke auf den Kopf fällt.
Decke auf den Kopf

Ihr wisst ja, „et kütt wie et kütt “ und „et hät noch ema jot jejange“.

Kölle allaaff

Wuff wuff

Tschöööh mit Öh

dä Calle Otto

Spargel und die Hundezeitung

Spargel-Freuden28. Mai 2015

Wuff wuff,

dass wir Hunde Euch Menschen auf dem Gebiet der geruchlichen Wahrnehmung einige Nasen voraus sind, ist mir eigentlich schon als kleiner Hund an Ostern aufgefallen.
Meine Nahrungsergänzungssuche von gestern war auch eher ein Klacks.
Wir Hunde sind einfach mit deutlich mehr Riechrezeptoren in der Nase gesegnet als Ihr Menschen. Das kann Fluch oder Segen sein, denn Ihr kennt ja auch einige Gerüche, die Ihr mit Euren „stumpfen Nasen“ als Gestank bezeichnet.
Was sollen wir Hunde da sagen?!
Spargel-Freuden
Geruch ist somit wohl nicht nur eine Frage der Wahrnehmung, sondern auch der Deutung, frei nach dem Motto: „Man muss es nur schön finden!“
Momentan gibt es ja praktisch in jedem Haushalt einen nahezu identischen Geruch. Speziell in dem Raum, wo Ihr Menschen am liebsten allein hin geht. Während das Zeug, welches Ihr verzückt ‚Spargel‘ nennt, auf den Tellern noch eher unauffällig duftet, verändert sich diese Empfindung später in „äußerst auffallend intensiv.“
Aber wir Hunde staunen auch darüber, mit was für Düften sich speziell die weiblichen Menschen verändern. Das ist unglaublich und kann von jedem Hund sogar gegen den Wind gerochen werden.
Beim letzten Ostereiersuchen habe ich mich wirklich gewundert, wie ungeschickt sich Menschen beim Suchen anstellen, denn meine Nase ’sah‘ sofort jedes Schoko-Ei. Das wurde ja auch prompt mit „Leinenpflicht für den kleinen Carl Otto“ honoriert.
Beim Sehen genießt Ihr Menschen Vorteile, sofern sich nichts verändert. Sobald sich aber eine winzige Kleinigkeit im Sehfeld verändert, sind wir Hunde wieder die Sieger, weil wir auf Beute geeicht sind.
Beute hat nun mal die Tendenz zur Bewegung, und Ostereier nicht. Wenn die aber duften, sind wir wieder besser als Ihr.

Gestern Abend allerdings kam eine Aufgabe, die meine Fähigkeiten an eine Grenze führte. Carlotta hatte auf einem Spaziergang mit mir ihr Handy verloren. Das sind so kleine Dinger, die viele Menschen in der Hand, vor den Augen oder am Ohr haben.
Das muss wohl echt spannend sein, denn Carlotta war recht aufgeregt, als sie es vermisste. Ich Trottel hatte überhaupt nicht aufgepasst, weil mir die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit eines Handys bisher nie bewusst geworden ist.
Nun war aber leichte Panik bei Carlotta angesagt und Herrchen wurde als erfahrener Handy-Scout dazu gerufen. Herrchen hat allerdings sein letztes Handy im Jahr 2007 verloren, als es vom Dach seines Autos in Hannover fiel.
Damit war ihm zumindest klar, wo und wie er es verloren hatte. Diesen Erfahrungsschatz versuchte er in die gestrige Suchaktion mit einzubringen.
Ich kam mir recht hilflos vor, da ich den Geruch von einem Handy noch nie wahr genommen habe und diese Geräte zudem als tendenziell eher unbeweglich einstufe.
Während Herrchen & Co auf der Hundewiese nach einem Handy suchten, konnte ich mich mal intensiver nach Tieren orientieren, die unter der Erde leben.
Das finde ich extrem spannend, und Herrchen hatte schon fast den Eindruck, dass ich mich für Bergbau am Rammelsberg interessiere, aber es ist wohl eher der Höhlenbau von Rammlern.
Herrchen hatte letztendlich Erfolg mit seiner Methode, bei der er durch geschicktes Nachfragen herausfinden konnte, welche Wege wir gegangen waren und was wir wann und wo gemacht haben.
In diesem Sektor ist er dann in Zickzack-Linien gegangen, bis ein triumphierendes „Ich hab es!“ zu vernehmen war.
Da muss ich neidlos anerkennen, dass selbst ich als angehender und von Natur aus talentierter Spürhund noch nicht soweit bin.
Aber ich mache Fortschritte.
Meinen Stoffhund kann jeder im Haus oder Garten verstecken und ich finde ihn!
mein Freund aus Stoff

Das ist ganz einfach, denn den finde ich praktisch im Schlaf und ich weiß sofort, was von mir erwartet wird.
Schwieriger wird die Sache und Suche, wenn Herrchen in irgendeinen Schuh spuckt, den ich im Schuh-Berg suchen soll. So eine 6-köpfige Familie hat wirklich viele Schuhe, die recht unterschiedlich intensiv duften (der Begriff „riechen“ wäre vermutlich angebrachter).
Trotzdem kann ich damit auch noch imponieren. Blöd wird es nur dann, wenn Herrchen noch einen zweiten Schuh gefunden haben möchte. Das ist doch extrem langweilig und erinnert mich an ähnlich blöde Folgen von Kommandos wie „Sitz!“ und „Platz!“ unmittelbar nacheinander.
Wenn ich Herrchens linken Schuh verstecke, findet er das beim ersten Mal vielleicht noch lustig und freut sich, wenn er ihn wiedergefunden hat. Aber möchte er das Spiel mit einem zweiten Schuh wiederholen?
Nehmen wir noch ein weiteres Beispiel mit Sehen und Schnüffeln, was ich als Thema ja fast wieder aus den Augen beziehungsweise der Nase verloren habe.
Herrchen liest gerade eine Zeitung, und ich finde, die stinkt (haltet eure unfähigen Nasen mal dicht an eine Zeitung).
Herrchen stinken aber mehr einige Inhalte der Zeitung.
Ich bevorzuge morgens die Hundezeitung vorm Haus, wobei man das in der modernen menschliche Ausdrucksform auch Chatroom nennen kann, weil wir Hunde dort lesen und schreiben können. Wenn Herrchen mit seiner stumpfen Nase dichter an eine Hundezeitung gehen würde, würde er wahrscheinlich behaupten, dass sie stinke, aber nur, weil er weiß, welche Tinte Hunde benutzen.
Immerhin essen wir Hunde keinen Spargel.

So, nun ruft die große Runde, und ich werde dabei mal überlegen, wie viele Kilometer ein Hund in seinem Leben zurücklegt.

Es grüßt Euch mit einem schnellen

Wuff wuff

Euer Carl Otto