et kütt wie et kütt

Et kütt wie et kütt – Kölsche Grundgesetze

29. Mai 2015

Wuff wuff,

Ihr Rheinländer versteht natürlich sofort, worum es geht, aber der Hochdeutsche muss schon mal eine Kölner Karnevalssitzung im Fernsehen gesehen und gehört haben, um die Kölschen Grundgesetze zu verstehen.
Maxi hatte heute den Paragraph 2 auf seiner Schürze, und ich habe genommen, was kam.
et kütt wie et kütt
Der springende Punkt ist, dass die Kölschen Grundgesetze prima zu uns Hunden passen,
ja, das Kölsche Grundgesetz könnte eigentlich auch für uns Hunde verfasst worden sein (und es ist und näher als die christlichen 10 Gebote).
Hier die Paragraphen mit Übersetzung und Erklärung (für den Rest der Nation)

§1
Et es wie et es
Es ist, wie es ist:
Sieh den Tatsachen ins Auge Es ist, wie es ist Sieh den Tatsachen ins Auge

§2
Et kütt, wie et kütt
Es kommt, wie es kommt: Habe keine Angst vor der Zukunft

§3
Et hätt noch immer jot jejange
Es ist noch immer gut gegangen:
Lerne aus der Vergangenheit

§4
Wat fott es, es fott

Was weg ist, ist weg:
Jammere den Dingen nicht nach

§5
Et bliev nix wie et wor

Nichts bleibt, wie es war:
Sei offen für Neuerungen

§6
Kenne mer nit, bruche mer net, fott domet

Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, weg damit:
Sei kritisch, wenn Neuerungen überhand nehmen Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, weg damit

§7
Wat wellste maache?

Was willst Du machen?:
Füge Dich Deinem Schicksal

§8
Mach et jot ävver nit ze off

Mach’s gut aber nicht zu oft:
Achte auf Deine Gesundheit

§9
Wat soll dä Quatsch?

Was soll der Quatsch?:
Stelle immer die Universalfrage

§10
Drinkste eine met?

Trinkst Du einen mit?:
Komme dem Gebot der Gastfreundschaft nach

§11
Do laachste Dich kapott

Da lachst Du Dich kaputt:
Bewahre Dir eine gesunde Einstellung zum Humor

Wir Hunde leben im Hier und Jetzt, wollen unseren Spaß. Wir jammern keinen verlorenen Chancen hinterher oder machen uns Sorgen um die Zukunft, sondern schreiten ihr, trotz vierer Beine, aufrichtig und positiv gestimmt entgegen.
Burn out? Kenne ma net, bruche ma nit, fott damet!
Leinenzwang? Wat soll dä Quatsch!?
Stöckchen suchen? Wat fot is is fot!

So gesehen sind die Kölner für viele von Euch eher untypische Menschen, oder gar „arme Hunde“.
Wer allerdings als Mensch immer wieder vergebenen Chancen nachtrauert und sich Sorgen um die Zukunft macht, ist eigentlich eher ein „armes Schwein“, weil er es nicht schafft, im Hier und Jetzt die schönen Momente zu erkennen und zu schätzen.
So sehe ich das zumindest mit meinem Hundeblick.
Nun genieße ich gerade den Augenblick und auch die schönen Momente der Vergangenheit.
Ja, wir Hunde sind Tagträumer und haben eigentlich auch nie Angst, dass uns die Decke auf den Kopf fällt.
Decke auf den Kopf

Ihr wisst ja, „et kütt wie et kütt “ und „et hät noch ema jot jejange“.

Kölle allaaff

Wuff wuff

Tschöööh mit Öh

dä Calle Otto

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